Eine russische Sojus-Trägerrakete beförderte "Giove-A" - den ersten von insgesamt 30 Galileo-Satelliten - vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan auf eine Umlaufbahn von etwas über 23 000 Kilometern hoch.
"Giove-A" ist ein Testsatellit, der vorrangig Frequenzrechte sichern und neue Technologien testen soll. Mit an Bord ist die präziseste jemals ins All geschickte Atomuhr. Galileo ist als globales Navigationssystem konzipiert und für zivile Bedürfnisse ausgerichtet (im Gegensatz zu GPS, das vom amerikanischen Militär kontrolliert wird).
Galileo soll vom wachsenden Weltmarkt für Navigation profitieren und die strategische Unabhängigkeit der Europäer stärken. Anwendungen wie die Kontrolle des Verkehrs, in der Sicherheitstechnik und beim Road-Pricing (Maut-System) sollen bis zu 150 000 Arbeitsplätze nach sich ziehen.
Außer den Europäern sind Länder wie Indien, Israel und China beteiligt.
Bis Ende 2011 sollen 30 Galileo-Satelliten die Erde umkreisen und eine bis auf zehn Zentimeter genaue Ortsbestimmung erreichen. Galileo ist auf insgesamt 3,8 Milliarden Euro veranschlagt.
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